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 Archiv 2006

27. Januar 2006
>> Schenefelder Tageblatt <<
 

Mit Blick durch die Klischee-Brille
 

JUKS: Kabarettistin Rotermund tritt auf

Kabarettistin Uta Rotermund nahm in ihrem Programm "Damenwahl" im JUKS das so genannte starke Geschlecht aufs Korn.

kabarettistin rotermundDie Künstlerin blieb mit Parolen wie "Die Würde des Männchens ist antastbar." Oder: "Der Mann ist Wüste pur. Tränensäcke sind sein einziges Gepäck" in ihrem Programm "Damenwahl" eher schlicht denn spitzzüngig. Doch nicht nur die Männerwelt, sondern auch einige Geschlechtsgenossinnen bekamen ihr Fett weg Altkanzlergattin Doris Schröder-Kopf und Grünen-Funktionärin Claudia Roth zum Beispiel. Doch abgesehen von einigen originellen Einfällen wie der Figur des blond gelockten Einfaltspinsels "Nicole" oder einigen pointierten Bonmots enttäuschte das Bühnen-Urgestein.

Zwar sorgte ihre deftige Beschreibung von ehebrecherischen Szenen einer Ehe für Schenkel beklopfende Heiterkeit im vollen Saal. Doch das alles war weder neu noch sonderlich originell: die eitlen Politiker im "Platzhirschmuseum" - von Fischer bis Friedman - ebenso von gestern wie die zugehörige "Lieblings-Doris". Und die Vokabel "Affektinkontinenz" hatman im Zusammenhang mit Claudia Roth schon bis zum Überdruss gehört.

Natürlich ist Kabarett polemisch und überzogen, der besseren Verständlichkeit zuliebe. Doch Westfälin Rotermund reduzierte im brachialfeministischen Duktus einer vergangenen Zeit so gut wie alle Männer auf aufgeblasene, egoistische Neben-das-Klo-Pinkler. In der Welt der schrillen - und auch schon mehr als zehn Jahre alten - Figur der Sozialwissenschaftlerin "Dr. Irmgard Töbel-Schleierkraut" scheint die Vielfalt moderner weiblicher Lebensenrwürfe nicht vorzukommen. Frau ist entweder so schlau, berufstätig, mann- und kinderlos zu bleiben, oder einfach zu blöd.

Immer wieder blickte sie zurück statt nach vorn: Ihre Welt lag zwischen den zur Allgemeinbildung gewordenen verbalen Fehltritten von Heinrich Lübcke bis zur penetranten Selbstdarstellung von Kohl und Schröder.

Interessanter wäre ein sarkastischer, origineller Blick auf Angela Merkel gewesen. Kinderlos, furchtlos, beruflich erfolgreich verkörpert sie genau den Typus, den Rotermund schnellzüngig propagiert. Oder doch nicht? (paw)

 


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