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 Archiv 2008

5. März 2008
>> Schenefelder Tageblatt <<
 

„Jedem Unfug wohnt ein Zauber inne"

 
„Jochen Busses und Henning Venskes zynische Blicke in die Zukunft begeistern 200 Schenefelder - Beißender Sarkasmus, dazu eine Prise Selbstironie und eine ordentliche Portion Zynismus- das ergab die Rezeptur dieses erfolgreichen Kabarettabends im JUKS. Jochen Busse und der Ex-Schenefelder Henning Venske brachten das ausverkaufte Haus zum Toben.

von katy krause

publikum

Zählt Kabarett zum Kulturprogramm des Jugend- und Kommunikationszentrums Schenefeld (JUKS)? Eine Frage, die jüngst durchaus kontrovers im Hauptausschuss diskutiert wurde. Geht es nach den rund 200 Zuschauern, die Montagabend ein Kabarett der Extraklasse im JUKS genossen, dann gehört diese Sparte dort auch hin.

Ein Blick ins Publikum genügte. Die Menschen bogen sich vor Lachen. Vereinzelt wischte man sich die Tränen aus dem Gesicht. Ganz schwierig zu verbergen, waren die Gefühlsregungen zum Thema Mann und Hochdruckreiniger. Die These Busses: ein Friedensnobelpreis an den Erfinder des Gerätes. Denn 'der deutsche Mann müsse erst die Einfahrt' von Moos befreien, bevor er in den Krieg ziehen kann. Kaum einer im Saal blieb verschont von den Lachattacken, die Jochen Busse und Henning Venske gezielt auf das Zwerchfell starteten. Stehende Ovationen waren ihr Lohn für das dreistündige Programm.

busse & venske

Sicher, nicht alles traf den Geschmack des älteren Publikums. Einige zynische Bemerkungen balancierten am Rande des guten Geschmacks. Doch die alten Showhasen wussten das Schenefelder Publikum zu nehmen. Für Venske als Ex-Bewohner - er lebte 1968 für einige Jahre in Schenefeld - fast ein Heimspiel. Die beiden agierten verschmitzt, improvisierten spon­tan und wickelten die Zuschauer damit leicht um den Finger. Unterbrochen wurden die lebendigen Zwei allein von Applaus und den musikalischen Einlagen von Frank Ivan Grischek auf dem Akkordeon. Leben auf die karge Bühne brachte der 67-jährige Busse. Er sang, tanzte und brachte Pfeffer in das satirische Kreuzfeuer auf hohen Niveau. Ziel der verbalen Sprachangriffe: alle. Keiner ist den beiden Kabarettisten heilig. Dem Dalai Lama unterstellen sie „abgelatschte Binsenweisheiten", Claudia Roth von den Grünen muss sich als Sirene bezeichnen lassen und hinter dem „Artikulationsdickicht" Stoibers vermuten sie ein verkanntes Genie, der schneller denkt, als er es ausdrücken kann. Ihr liebstes Opfer für Hohn und Spott: die „mecklenburgische Elfenparodie" auch bekannt als Angela Merkel. Vor allem wird der Kanzlerin ihr Secondhand-Jacket -vorher gehörte es Hella von Sinnen mutmaßen die zwei Showgrößen - zum Verhängnis. Die 'Stringente Sinnlosigkeit ihrer Reden lässt Busse und Venske gespielt verzweifeln. Dabei sehen die Urgesteine des Kabaretts nicht nur die Gegenwart düster, sondern auch die Zukunft. Denn: die „Deutschen sterben aus". Das Gedankenspiel verfolgen sie konsequent. Wer wird die Deutschen vermissen, wird sie jemand vermissen? Sie setzen ein Testament auf, vererben Nützliches den anderen Staaten: So gehen die Universitäten an die Schweden als Grundschulen!. Das Publikum entlassen sie mit dem Appell: „Vermehret euch!"

Für diejenigen, die keine Karte für den Kabarettabend ergattern konnten: Im April tritt das Duo im Alma Hoppes Lustspielhaus, in Hamburg auf. Kartenvorverkauf: täglich von 11 bis 19 Uhr unter (040)55565556.

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