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 Archiv 2004

Oktober 2004
>> Schenefelder Tageblatt <<

Brenzlige Momente vor der Kamera

JUKS-Filmprojekt beschäftigt sich mit Gewalt unter Jugendlichen / Dreharbeiten enden in dieser Woche

In Zusammenarbeit mit dem „Haus der Jugend" in Lurup und dem Hamburger Ju-Jutsu-Verband entsteht ein „Streifen" über den Alltag vieler junger Leute.
Von Berthold Wagner

Schenefetd. Wie lange dauert es, einen Stapel Zeitungen in Brand zu setzen? Wohl kaum mehr als ein paar Sekunden. Wie viel Zeit aber braucht es, eine Filmszene zu drehen, in der ein Stapel Zeitungen in Brand gesetzt wird? Da können sogar Stunden vergehen.

Einmal mehr erleben alle Beteiligten des aktuellen .Filmprojekts vom JUKS, wie viel Aufwand und Sorgfalt erforderlich sind, um den Text eines Drehbuchs in vorzeigbare, bewegte Bilder umzusetzen. „Nicht mit mir" - so lautet der Arbeitstitel des Streifens, den das JUKS gemeinsam mit dem „Haus der Jugend" in Hamburg-Lurup und dem Hamburger Ju-Jutsu-Verband produziert (wir berichteten).

In dem Film geht es um Gewalt unter Jugendlichen - wie ihr begegnet, wie sie vielleicht sogar verhindert werden kann. Im Fokus stehen dabei nicht nur die finalen Handlungen wie Mobbing, Demütigung, Schikanieren, „Abziehen" und letztlich Körperverletzung. „Wir wollen die Entwicklung des Problems von Anfang an und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten", berichtet JUKS-Mitairbeiter Jörg Wil-cke, „einerseits, welche Umstände zu einem Täterverhalten führen können, andererseits, wie manche Menschen der typischen Opferrolle entsprechen."


Mit dem filmischen Mittel, der so genannten parallelen Momentaufnahme, stellt das Werk als Handlungsfaden den Schulweg des Opfers und des Täters dar. An einem Drehtag ging es um die Szene, in der der „Täter" - für den noch kein Filmname gefunden wurde -mit seiner Gang an einem Kiosk vorbeikommt und einen davor liegenden Zeitungsstapel anzündet.

Spezielle Brandpaste für Filmeffekte Helga Richter hatte ihren an einem Sonntagnachmittag eigentlich geschlossenen Kiosk am Luruper Eckhoffplatz extra für die Dreharbeiten geöffnet -es wurde ein langer Nachmittag für die Pächterin. Denn zunächst präparierte' Dr. Sven-Arne Clausen sorgfältig die' vom A. Beig-Verlag und dem „Osdorfer Kurier" zur Verfügung gestellten alten Zeitungen mit einer speziellen Brandpaste. Sie wird hergestellt von der auf Hilfsmittel für filmische Effekte spezialisierten Schenefelder Firma Safex.

Der Volkshochschuldozent und Gewaltpräventions-beauftragte des Hamburger Ju-Jutsu-Verbands probte unter Anleitung von Regisseur Kersten Hietel mit dem jugendlichen Darsteller Ismet Asanovski (16) mehrmals die Szene, bevor es am Kiosk schließlich ernst wurde. Dort ordnete Kameramann Oliver Doll mehrere Probefahrten an, da die Szene vom Auto aus gedreht werden sollte.

Dann hieß es tatsächlich „Klappe" und „Film läuft" -aber nicht lediglich ein "oder zwei, sondern gleich ein Dutzend Mal. Denn zuerst fuhr das den Kameramann chauffierende Automobil viel zu ruckartig. Danach behinderten andere Fahrzeuge die Sicht. Und dann standen zuerst mehrere Passanten im Bild. Wenig später ein Pressefotograf und schließlich der Regisseur selbst.

Endlich war der Schauplatz frei von störenden Objekten. Das Automobil fuhr gleichmäßig, die Kamera surrte und zeichnete auf - wie das Feuerzeug von Hauptdarsteller Asanovski seinen Dienst versagte.

Um es abzukürzen: Bevor die langsam aufziehende, dunkle Wolkenfront sich entlud, war die Szene dann doch im Kasten. „Er ist ein Perfektionist", seufzte Wilcke mit erleichtertem Blick auf Hietel, „wenn die kleinste Kleinigkeit nicht stimmt, wird wiederholt."

Körpersprache sagt etwas über Täter und Opfer aus
Doch gerade auf die Details kommt es in dem Film an. „Wie Täter und Opfer sich fühlen und präsentieren sowie wahrgenommen werden, wird schon über die jeweilige Körpersprache signalisiert", weiß Personal-Trainer Clausen, „das sollen Zuschauer des Films beobäcmen und an sich selbst überprüfen können." Clausen weiter: „Eine der Botschaften des Films sei daher .Arbeite an dir selbst, deinem Auftreten, wie du auf andere wirkst'."

Die Dreharbeiten enden voraussichtlich in dieser Woche. Morgen und übermorgen wird noch im Stadtzentrum und in einer Dlscothek gefilmt. Danach muss das Material gesichtet und geschnitten werden. Außerdem steht die Komposition der begleitenden Musik aus.

Eine Möglichkeit, Selbstbewusstsein zu erlangen, sei sportliche Betätigung. Besonders geeignet dabei wiederum sei Ju-Jutsu, die klassische, gewaltfreie Selbstverteidigungskunst.

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